Psychische Erkrankungen & FAQ

Auf dieser Seite finden Sie verständliche Informationen zu häufigen psychischen Erkrankungen sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Psychotherapie. Klicken Sie auf ein Thema, um mehr zu erfahren.

Informationen

Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen sind weit verbreitet und gut behandelbar. Hier finden Sie einen Überblick über die häufigsten Störungsbilder.

Depression ist eine der häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit. Sie geht weit über gelegentliche Traurigkeit hinaus und beeinflusst Denken, Fühlen und körperliches Wohlbefinden nachhaltig.

Typische Symptome:

  • Anhaltende Niedergeschlagenheit und Freudlosigkeit
  • Verlust von Interesse und Antriebslosigkeit
  • Schlaf- und Konzentrationsstörungen
  • Gefühle von Wertlosigkeit oder Schuld
  • Körperliche Beschwerden ohne organische Ursache

Depressionen sind in der Regel gut behandelbar – nach den aktuellen S3-Leitlinien zählt die kognitive Verhaltenstherapie zu den wissenschaftlich am besten untersuchten und wirksamsten Verfahren. Mit professioneller Unterstützung können viele Betroffene wieder mehr Lebensqualität und Freude im Alltag erleben.

Quelle: Nationale VersorgungsLeitlinie Unipolare Depression (AWMF, Reg.-Nr. nvl-005)

Wenn Sie sich in diesen Beschreibungen wiederfinden, zögern Sie nicht, den ersten Schritt zu machen. Kontakt aufnehmen →

Angststörungen umfassen verschiedene Erscheinungsformen übermäßiger, anhaltender Angst, die das alltägliche Leben deutlich beeinträchtigen. Sie sind neben Depressionen die häufigste psychische Erkrankung.

Häufige Formen:

  • Generalisierte Angststörung: Ständige, schwer kontrollierbare Sorgen über viele Lebensbereiche
  • Panikstörung: Wiederkehrende, plötzliche Panikattacken mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen oder Atemnot
  • Soziale Angststörung: Intensive Angst vor sozialen Situationen und Bewertung durch andere
  • Spezifische Phobien: Ausgeprägte Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen

In der Verhaltenstherapie lernen Betroffene, angstauslösende Situationen schrittweise zu bewältigen und negative Gedankenmuster zu verändern.

Quelle: S3-Leitlinie Behandlung von Angststörungen (AWMF, Reg.-Nr. 051-028)

Wenn Ängste Ihren Alltag einschränken, lohnt sich ein unverbindliches Erstgespräch – gemeinsam besprechen wir mögliche nächste Schritte. Kontakt aufnehmen →

Eine PTBS kann sich nach dem Erleben oder Beobachten eines traumatischen Ereignisses entwickeln – zum Beispiel nach Unfällen, Gewalt, Missbrauch oder anderen lebensbedrohlichen Situationen.

Typische Symptome:

  • Wiederkehrende, ungewollte Erinnerungen (Flashbacks) und Albträume
  • Starke emotionale oder körperliche Reaktionen bei Erinnerungen ans Trauma
  • Vermeidung von Gedanken, Gefühlen oder Situationen, die ans Trauma erinnern
  • Anhaltende Anspannung, Schreckhaftigkeit und Schlafprobleme

Spezielle Traumatherapieverfahren wie EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) und IRRT zählen nach aktueller Studienlage zu den anerkannten Methoden in der Trauma-Behandlung und können helfen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten.

Quelle: S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung (AWMF, Reg.-Nr. 155-001)

Eine Traumatherapie braucht einen geschützten Rahmen. Wenn Sie das Thema angehen möchten, nehmen Sie gerne Kontakt auf. Kontakt aufnehmen →

Burnout beschreibt einen Zustand tiefer emotionaler, körperlicher und geistiger Erschöpfung, der meist durch anhaltende Überlastung – häufig im Beruf, aber auch durch Pflege oder andere Belastungen – entsteht.

Häufige Anzeichen:

  • Anhaltende Erschöpfung trotz Erholung
  • Zunehmende Gleichgültigkeit und Distanz zur Arbeit
  • Konzentrationsprobleme und verminderte Leistungsfähigkeit
  • Körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Magenprobleme
  • Gefühl der Sinnlosigkeit und innerer Leere

In der Therapie werden Ursachen analysiert, Grenzen neu gesetzt und nachhaltige Strategien zur Stressbewältigung erarbeitet.

Wenn Sie spüren, dass es so nicht weitergeht, ist ein Erstgespräch oft der erste hilfreiche Schritt. Kontakt aufnehmen →

Zwangsstörungen sind gekennzeichnet durch wiederkehrende, unwillkürliche Gedanken (Zwangsgedanken) und/oder Handlungen (Zwangshandlungen), die als belastend erlebt werden, aber schwer zu kontrollieren sind.

Beispiele:

  • Waschzwänge und übertriebene Reinlichkeitsrituale
  • Kontrollzwänge (z. B. Türen, Herd)
  • Ordnungszwänge und Symmetriebedürfnisse
  • Aufdrängende, belastende Gedanken

Die kognitive Verhaltenstherapie mit dem Schwerpunkt auf Exposition und Reaktionsverhinderung zählt nach S3-Leitlinie zu den wirksamsten Behandlungsverfahren bei Zwangsstörungen.

Quelle: S3-Leitlinie Zwangsstörungen (AWMF, Reg.-Nr. 038-017)

Wenn Zwänge Ihr Leben einengen, melden Sie sich gerne – wir besprechen mögliche nächste Schritte. Kontakt aufnehmen →

Essstörungen sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die das Essverhalten, das Körperbild und das Selbstwertgefühl betreffen. Sie entwickeln sich häufig in der Adoleszenz, können aber in jedem Alter auftreten.

Häufige Formen:

  • Anorexia nervosa (Magersucht): Stark eingeschränkte Nahrungsaufnahme und intensive Angst vor Gewichtszunahme
  • Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht): Wiederholende Essanfälle mit anschließenden kompensatorischen Maßnahmen
  • Binge-Eating-Störung: Wiederkehrende Essanfälle ohne Gegensteuern

Die Behandlung erfordert einen individuellen Ansatz. Verhaltenstherapeutische Methoden helfen, ein gesünderes Verhältnis zu Essen und zum eigenen Körper zu entwickeln.

Essstörungen sind ernst zu nehmen – ein vertrauliches Erstgespräch ist ein guter Einstieg. Kontakt aufnehmen →

Menschen mit Emotionsregulationsstörungen erleben Gefühle deutlich intensiver und haben Schwierigkeiten, diese zu regulieren. Die Borderline-Persönlichkeitsstörung ist eine bekannte Form, die sich durch starke emotionale Instabilität auszeichnet.

Typische Merkmale:

  • Intensive und schnell wechselnde Gefühle
  • Impulsivität und selbstverletzendes Verhalten
  • Instabile Beziehungen und starke Verlustangst
  • Unsicheres Selbstbild und chronisches Gefühl der Leere

Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) wurde speziell für die Borderline-Persönlichkeitsstörung entwickelt und gilt nach aktueller Studienlage als gut evaluiertes Verfahren. Sie vermittelt praktische Fertigkeiten zur Emotionsregulation.

Wenn das vertraut klingt, kontaktieren Sie mich – gemeinsam besprechen wir die nächsten Schritte. Kontakt aufnehmen →

Viele Menschen kämpfen mit anhaltendem Zweifel an sich selbst, Schwierigkeiten in sozialen Situationen oder dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Das beeinträchtigt Beziehungen, Beruf und Lebensqualität erheblich.

Häufige Themen:

  • Schwierigkeiten, Nein zu sagen oder Grenzen zu setzen
  • Angst vor Ablehnung oder Kritik
  • Perfektionismus und überhöhte Selbstansprüche
  • Rückzug aus sozialen Situationen

Im Training sozialer Kompetenzen und durch kognitiv-verhaltenstherapeutische Arbeit können neue, hilfreiche Denk- und Verhaltensmuster erlernt werden.

Wenn Sie an Ihrem Selbstwert arbeiten möchten, melden Sie sich gerne für ein erstes Gespräch. Kontakt aufnehmen →

Häufige Fragen

FAQ – Fragen zur Psychotherapie

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um Psychotherapie, Kosten und Abläufe.

Als Selbstzahler wird die Therapie nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) abgerechnet. In meiner Praxis rechne ich den 3,0-fachen GOP-Satz ab.

Der große Vorteil: Die Therapie bleibt auf Wunsch absolut anonym. Es werden keine Informationen an Krankenkassen übermittelt. Das kann bei einer Bewerbung für den Staatsdienst oder beim Abschluss einer Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung erhebliche Vorteile bieten.

Für Coaching gelten individuelle Konditionen – sprechen Sie mich gerne direkt an.

Die Dauer einer Psychotherapie ist sehr individuell und hängt von der Art und Schwere der Beschwerden, den persönlichen Zielen und dem gewählten Therapieverfahren ab. Grob lässt sich unterscheiden:

  • Kurzzeittherapie: 12–24 Sitzungen (ca. 3–6 Monate) – bei umschriebenen Problemen
  • Langzeittherapie: 25–60 Sitzungen (ca. 1–2 Jahre) – bei komplexeren Störungsbildern
  • Coaching: Oft deutlich kürzer, je nach Anliegen auch 5–10 Sitzungen

Die Sitzungen finden in der Regel wöchentlich statt. Gemeinsam besprechen wir zu Beginn realistische Ziele und einen groben zeitlichen Rahmen. Dieser kann im Verlauf angepasst werden.

Diese Begriffe werden oft verwechselt – hier eine klare Abgrenzung:

  • Psychologe: Hat Psychologie studiert (Bachelor/Master), ist aber nicht automatisch zur Psychotherapie berechtigt. Arbeitet z. B. in Forschung, Beratung oder als Coach.
  • Psychologischer Psychotherapeut: Hat Psychologie studiert und anschließend eine mehrjährige Ausbildung zum approbierten Psychotherapeuten absolviert. Darf eigenständig psychische Erkrankungen behandeln. Das ist mein Berufsbild.
  • Psychiater: Hat Medizin studiert und sich auf Psychiatrie spezialisiert. Darf als Arzt auch Medikamente verschreiben. Behandelt häufig schwerere psychiatrische Erkrankungen, oft in Kombination mit Psychotherapie.

In der Praxis arbeiten Psychotherapeuten und Psychiater häufig eng zusammen, z. B. wenn eine medikamentöse Begleitung sinnvoll ist.

Gesetzlich Versicherte: Seit dem 01.06.2024 bin ich zur Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen zugelassen. Die Kosten werden in diesem Fall vollständig von der Krankenkasse übernommen – Sie zahlen keinen Eigenanteil. Kontaktieren Sie mich gerne, um zu prüfen ob zeitnah ein Termin möglich ist.

Privatpatienten & Beihilfe: Private Krankenversicherungen übernehmen Psychotherapie in der Regel vollständig oder zu einem großen Teil. Bitte klären Sie die genauen Konditionen vorab mit Ihrer Versicherung und fordern Sie ggf. notwendige Formulare an.

Selbstzahler: Sie können Therapie jederzeit anonym und ohne Einbindung der Krankenkasse in Anspruch nehmen. Mehr dazu finden Sie in der Frage zu den Kosten.

Bei Unsicherheiten helfe ich Ihnen gerne im Erstgespräch weiter – kontaktieren Sie mich einfach.

Eine Psychotherapie gliedert sich in der Regel in mehrere Phasen:

  • Erstgespräch: Wir lernen uns kennen. Sie schildern Ihr Anliegen, und ich erkläre Ihnen, wie ich arbeite und ob ich der richtige Ansprechpartner für Sie bin. Dieses Gespräch ist unverbindlich.
  • Probatorische Sitzungen: In 2–4 Kennenlernsitzungen wird gemeinsam geprüft, ob die therapeutische Beziehung stimmt, eine Diagnose gestellt und ein individueller Behandlungsplan erarbeitet.
  • Therapiephase: Die eigentliche Behandlung beginnt. Wir arbeiten wöchentlich (oder nach Absprache) an Ihren Themen – mit konkreten Methoden, klaren Zielen und regelmäßiger Reflexion des Fortschritts.
  • Abschlussphase: Gegen Ende der Therapie werden die Fortschritte zusammengefasst, Rückfallprophylaxe besprochen und der Abschluss gemeinsam vorbereitet, sodass Sie gut gestärkt in den Alltag entlassen werden.

Der genaue Ablauf wird individuell auf Sie zugeschnitten. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Fragen zum Ablauf haben – am besten direkt im Erstgespräch.

Psychotherapiesitzungen können auch online (per Videoanruf) stattfinden – sprechen Sie mich darauf an.

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Sprechen Sie mich gerne direkt an – persönlich, per Telefon oder E-Mail.